Roter und grau-bunter
Wesersandstein

  • eigener Abbau
  • große Auswahl
  • kompletter Service:
    Gewinnung, Verarbeitung und Transport

Am Breitenstein 4
37627 Heinade

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IMPRESSUM

Über den Wesersandstein

Entstehung

Der Wesersandstein entstand vor rund 245 Millionen Jahren im Trias. Flüsse schwemmten Sand aus südlicher Richtung an und im Verlauf vieler Jahrmillionen lagerten sich weitere Sedimente an, die bis zu 1000m mächtig sind. In einem späterern Erdzeitalter, dem Tertiär, hob sich schliesslich der heutige Solling an und die Deckschichten wurden größtenteils abgetragen. Die Weser schnitt in den letzten Millionen Jahren in die Sandsteinschichten ein.

Räumliche Verbreitung

Die Vorkommen des Wesersandsteins werden in zwei verschiedene geografische Bereiche aufgeteilt:
Die Trendelburger Schichten, deren Färbung von grau-grünlich bis hin zu grau-rosa reicht und die im Diemeltal und am Westrand des Reinhardswaldes in Nordhessen vorkommen; und den Bad Karlshafener Schichten (rechts und links der Weser im südlichen Solling) mit der typischen rötlichen Färbung.

Eigenschaften und Verwendung

Wesersandsteine zeichnen sich durch einen hohen Quarzanteil von 85 - 99% aus. Die rötliche Färbung stammt von Eisenerzmineralien wie Limonit und Hämatit.
Durch eine hohe und gelichmässige Konzentration von Glimmer ist der Wesersandstein leicht spaltbar.

Historisch wurden daher im 17. Jahrhundert unter Einsatz von Keileisen und Fäusteln bis zu 2cm starke Platten gewonnen. Diese Sandsteinplatten wurden für die Dacheindeckung oder zur Verschindelung von Hausfassaden genutzt - eine Besonderheit des regionalen Baustils.
Dickere Platten, genannt Lege- oder Dehlsteine, dienten als Fussbodenbelag in den unterschiedlichsten Gebäuden

Abbau

Zielgerichteter Abbau in Steinbrüchen erfolgt erst seit dem 19. Jahrhundert. Das Material für früher enstandene Bauwerke aus Wesersandstein, zum Beispiel dem Kloster in Helmarshausen, wurde aus Steingruben gewonnen, die in unmittelbarer Nähe der Gebäude lagen.
Die späteren Steinbrüche entstanden aus den Gruben mit einer hohen Gesteinsqualität, die nahe an der Demel bzw. der Weser gelegen waren. Die Steine wurden über Rutschen auf Lastkähne verladen. Später wurden die Steine auch per Eisenbahn transportiert. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Sandsteine bis nach Amerika gehandelt.

Heutzutage gibt es noch fünf aktive Steinbrüche, zu denen der Steinbruch Niemeyer gehört.

Technische Daten

  • Rohdichte 2,42 g/cm3
  • Wasseraufnahme (Atm.) 2,04 Gew.-%
  • Druckfestigkeit 135 N/mm2
  • Biegefestigkeit 21,30 N/mm2
  • Abriebfestigkeit 12,3 cm3/50cm2

Bauwerke mit Wesersandstein

  • Arensburg Brücke A2 Kreis Bückeburg (Verblendmauerwerk)
  • Werratalbrücke Hedemünden (Verblendmauerwerk)
  • Marine-Ehrenmal Laboe Freifläche (Pflaster)
  • Wasserschloss, Hehlen (Dacheindeckung)
  • Schloss Corvey, Höxter (Dacheindeckung)
  • Erlöserkirche Hannover (Altar)
  • Kilianikirche Höxter (Mauerwerk)